Kinder und Jugendliche in der Pandemie stärken

Kinder und Jugendliche in der Pandemie stärken
Bildquelle: 123rf.com

Es ist schon lange bekannt, dass vor allem Kinder und Jugendliche, die in prekären Verhältnissen aufwachsen und/oder besondere Bedarfe haben, zu den Verlierern in der Corona-Pandemie zählen. Der eingeschränkte Schulunterricht führt zu einem Bildungsdefizit und zu Bildungsungerechtigkeit. Vielen Kindern und Jugendlichen fehlt es beim Lernen nicht nur an Rückzugsmöglichkeiten, sondern auch an der nötigen Unterstützung. Es ist unverzichtbar, die anhaltenden Kontakt- und Bildungseinschränkungen für Kinder und Jugendliche baldmöglichst zu lockern. Sie brauchen wieder vielfältige Lern- und Entfaltungsmöglichkeiten und den Kontakt zu Gleichaltrigen. Zudem zeigen die Maßnahmen in der Pandemie deutlich, welches Verständnis von Kindern und Jugendlichen vorherrscht: Die junge Generation ist schwer kontrollierbar und damit ein Risiko für das Infektionsgeschehen. Ihr wird nicht zugetraut, gesellschaftliche Verantwortung aktiv zu übernehmen. Stattdessen werden ihr präventiv jegliche Handlungsspielräume entzogen. Anstatt Kinder und Jugendliche in die Entwicklung von Lösungen für die Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft einzubeziehen, werden ihnen Möglichkeiten der Teilhabe vorenthalten. Deswegen braucht es dringend eine Verfahrensänderung und neue Beteiligungsformate, um das Vertrauen junger Menschen in gesellschaftliche und politische Institutionen nicht zu verspielen und nachhaltig zu gefährden. Die Folgen der Pandemie werden die junge Generation noch lange über die Pandemie hinaus begleiten.

Aus diesem Grund hat die ARGE Freie München in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring München-Stadt und dem Münchner Trichter das Positionspapier „Kinder und Jugendliche in der Pandemie stärken“ auf den Weg gebracht. Die Forderungen an den Freistaat Bayern finden Sie im Positionspapier anbei.

Lesen Sie hierzu auch den SZ-Artikel „Allein gelassen im Kinderzimmer". Verbände fordern, jungen Menschen trotz Corona mehr soziale Kontakte zu ermöglichen“, erschienen am 3. Mai 2021.

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Arge Freie München
Federführung: AWO München-Stadt

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