Koordination Ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete mittelfristig gesichert

Zugegebenermaßen: Die Höhe des Budgets sollte wunschgemäß höher ausfallen und die Befristung der Gelder war letztendlich auch ein Kompromiss. Dennoch: Da insbesondere die Caritas, die AWO, der Paritätische, die diakonia Dienstleistungsbetriebe GmbH und die Innere Mission bereits in enorme Vorleistungen gegangen sind, musste hier der finanzielle Rahmen für die zuständigen Akteure längerfristig gesichert werden.


Bis Ende 2015 kann von stets neuankommenden Flüchtlingen in München ausgegangen werden. Das Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bei der Versorgung von Flüchtlingen muss langfristig gesichert werden. So heißt es in der Sitzungsvorlage: „Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer erwarten und benötigen fachliche Beratung und Begleitung ebenso wie Qualifizierung und Fortbildung“ (Nr. 14-20 / V 04658). Dieser Unterstützungsbedarf muss möglichst flächendeckend und auf den jeweiligen Unterstützungsbedarf zugeschnitten sein. Daher sieht der Sammelbeschluss folgende Maßnahmen vor: Die Zusammenlegung der Hotlines Bürgerschaftlichen Engagements zur Flüchtlingsunterstützung - die Hotlineübertragung auf die Caritas, um eine zentrale Hotline vorzuhalten, die Bereitstellung eines bedienerfreundlichen Internetauftritts sowie dezentraler persönlicher Beratung und Begleitung für stadtviertelbezogene Flüchtlingseinrichtungen „aus einer Hand“. Ferner sind in dem Sammelbeschluss mit dem finanziellen Volumen von ca. 1,2 Mio. Euro eine Anzahl an Stellenzuschaltungen geplant. U.a. bei der telefonischen Hotline, beim Netz der Freiwilligen-Zentren (F-Net), zur zentralen Homepage zur Koordination Bürgerschaftlichen Engagements , bei der Anschubstelle für ehrenamtliche Strukturen, etc.


Neben der Bereitstellung von Sachkosten für die Träger, bekam auch die Kleiderkammer für die Flüchtlingshilfe eine Ausweitung der Einsatz- und Abgabestellen. Ferner wurde auch ein Budget für die Entsorgung von Spenden eingerichtet, da in einem nicht unerheblichen Ausmaße gespendete Waren nicht mehr zur Verwendung geeignet waren.


Der Hauptbahnhof in München ist ein starker Magnet für Freiwillige geworden. Norbert J. Huber, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtspflege und Geschäftsführer der Caritas-Zentren München Stadt/Land, hebt in seiner Rede beim Sozialausschuss am 03.12.2015 die unmittelbare Tätigkeit hervor, den vordergründigen Kontakt, der für den großen Personenkreis der Helferinnen und Helfer wichtig sei. Das Stofftier selbst an ein Kind zu übergeben, scheint das Moment zu sein, den die freiwilligen Helferinnen und Helfer brauchen und der ihre Arbeit entlohnt. Ferner bekräftigt Huber, dass das Interesse von Freiwilligen in einen Einsatz zu kommen nach wie vor ungebrochen hoch sei. Ebenfalls die Bereitschaft sich längerfristig zu engagieren ist nach Einschätzungen der Caritas sehr hoch.

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