München braucht eine fachlich versierte Jugendamtsleitung

Arge Freie München kritisiert Auswahlverfahren

Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in München stellt das Auswahlverfahren in Frage, mit dem eine neue Jugendamtsleitung gefunden werden soll. Sie kritisiert, dass ein verwaltungsinternes Vorauswahlverfahren, an dessen Ende sowohl der Kinder- und Jugendhilfeausschuss als auch der gesamte Stadtrat nur eine Kandidatin vorgestellt bekommen, offensichtliche Schwächen hat.
Eine Initiative der Wohlfahrtsverbände, auch weitere Bewerber/innen im Kinder- und Jugendhilfeausschuss kennenlernen zu können, sei vom Ältestenrat des Stadtrates aus Verfahrensgründen nicht aufgegriffen worden.

Norbert J. Huber, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege sieht das Anhörungsrecht des Kinder- und Jugendhilfeausschusses ausgehöhlt. Die über lange Jahre selbstverständlich praktizierte und bewährte partnerschaftliche Zusammenarbeit, wie sie der Landeshauptstadt auch vom Sozialgesetzbuch SGB VIII aufgegeben ist, steht für Huber auf dem Spiel.
Die lange Vakanz dieser Position von zweieinhalb Jahren spricht umso mehr für ein umsichtiges und angemessenes Verfahren, um langfristig eine fachlich versierte und von einer großen Mehrheit getragene Leitung für das bundesweit größte Jugendamt zu finden.

Die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege fordern eine frühzeitige Beteiligung der Mitglieder des Ausschusses an der Personalauswahl, welche der gesetzlichen Stellung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses angemessen ist.
 
Ansprechpartner: Norbert J. Huber, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege München, Telefon (089) 55169-741

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