Münchner Wohlfahrtsverbände fordern europaweite Solidarität und schnelle Hilfe für Moria-Brandopfer

Wohlfahrtsverbände fordern nach dem Brand auf Lesbos Solidarität und humanitäre Hilfe

Die Spitzen der sechs Münchner Wohlfahrtsverbände rufen angesichts der katastrophalen Lage von knapp 13.000 Menschen nach dem Brand des griechischen Flüchtlingslagers Moria zu europaweiter Solidarität auf. ARGE-Sprecherin Andrea Betz: „Die Menschen auf Lesbos sind jetzt obdachlos und verzweifelt. Durch das Feuer haben sie auch noch das Wenige verloren, was sie hatten.“

Die Bundesregierung müsse endlich grünes Licht geben für die aufnahmebereiten Kommunen; Merkels Satz „Wir schaffen das“ habe immer noch Gültigkeit. Die bayerische Landeshauptstadt könne dann endlich auch zu dem „Sicheren Hafen“ werden, zu dem sie sich mit mehr als 150 weiteren Kommunen in Deutschland erklärt hatte. „München kann dann Menschen in höchster Not aufnehmen und ihnen Sicherheit bieten“, so Betz.

Bei den Wohlfahrtsverbänden stehen nach Aussage der ARGE derzeit neben Unterbringungsmöglichkeiten für Erwachsene auch rund 100 Plätze für unbegleitete Kinder und Jugendliche zur Verfügung. „Hier können Minderjährige, die die Katastrophe in Griechenland am härtesten trifft, schnell und unkompliziert aufgenommen werden.“ Die griechische Regierung dürfe nicht alleingelassen werden, um den Opfern des Brandes schnell zu helfen. „Jetzt ist Europa mehr denn je gefordert, eine humane Flüchtlingspolitik zu machen.“

 

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