Neuer Vorsitz der ARGE Freie

Caritas übernimmt Führung der Wohlfahrtspflege in München

Partnerschaft bei der Gestaltung einer sozialen Stadtgesellschaft
Der Caritasverband München hat für die nächsten drei Jahre die Federführung der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtspflege vom Kreisverband des Roten Kreuzes übernommen.
Am Mittwoch, 14. Januar, fand im Münchner Rathaus die Staffelübergabe mit Oberbürgermeister Dieter Reiter statt.

Stabübergabe BRK an Caritas mit OB Reiter
Der Caritasverband München repräsentiert damit in den kommenden drei Jahren die Wohlfahrtspflege in wichtigen sozialpolitischen Entscheidungsgremien. Neuer Vorsitzender und zugleich Sprecher des Zusammenschlusses ist Norbert J. Huber, Geschäftsführer der Caritas-Zentren München Stadt/Land. Er würdigte die Verdienste seiner Vorgängerin Marion Ivakko vom Bayerischen Roten Kreuz: Unter der Federführung des BRK sei es wieder gelungen, die tariflichen Steigerungen in den Zuschüssen zu berücksichtigen und über eine Erhöhung der zentralen Verwaltungskosten ins Gespräch zu kommen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte: „Die soziale Daseinsvorsorge in der Landeshauptstadt München ist mir ein besonderes Anliegen. Wir alle profitieren von der außerordentlich hohen Qualität der Lebensbedingungen in unserer Stadt, tragen jedoch auch die gemeinsame Verantwortung dafür, diese zu halten.
Denjenigen, die im Schatten stehen, müssen und wollen wir Hilfe und Stütze sein. Die Wohlfahrtsverbände mit ihren Untergliederungen, die sozialen Träger und eine Vielzahl engagierter haupt- und ehrenamtlich Beschäftigter tragen mit uns gemeinsam dazu bei, dass alle Menschen, gleich ob Einzelne oder Familien, Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren in unserer Stadt lebenswerte Bedingungen vorfinden.“

Für die nächsten drei Jahre stellte Huber für die Bereiche Soziales, Bildung und Arbeit und Beschäftigung folgende Themen in den Fokus:
Kinder, Flüchtlinge, Zuwanderer, arme und langzeitarbeitslose Menschen.
Aktuelle Herausforderungen gelte es gemeinsam zu bewältigen, so Huber, zum Beispiel bei Flüchtlingen und Zuwanderern, bei der Ausgestaltung der Ganztagsschulen, beim „Dritten Arbeitsmarkt“ und bei Armut und Wohnungsnot. Dabei seien die Kinder als Zukunft der Gesellschaft besonders wichtig. „Kein Kind von Zugewanderten darf auf der Straße bleiben“, sagte der Caritas-Geschäftsführer. Dafür brauche es Kitas, Schulen und für die Familien Orte, wo sie gemeinsam ihre Zukunft gestalten könnten. Den Wohlfahrtsverbänden liege die Mitgestaltung und Mitwirkung bei Entscheidungen am Herzen. Die frühzeitige Beteiligung der Wohlfahrtsverbände bei der Ausgestaltung der Ganztagsschulen wäre ein Ausdruck der Beteiligung auf Augenhöhe.

Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (Arge freie) ist der Zusammenschluss der sechs Münchner Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Dies sind Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kreisverband München Stadt e.V., BRK-Kreisverband München, Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V., Innere Mission München Diakonie in München und Oberbayern e.V., Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern e.V., und Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V., Bezirksverband Oberbayern. Sie kooperiert mit Zusammenschlüssen freier Träger wie dem Münchner Trichter e.V., dem Kreisjugendring München Stadt K.d.ö.R. und REGSAM – Regionale Netzwerke für soziale Arbeit in München. In den sechs Spitzenverbänden sind 1.200 Einrichtungen, Dienste und Projekte in München mit insgesamt 12.600 Beschäftigten und Tausenden Ehrenamtlichen vertreten.

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