Plädoyer für eine Weltstadt mit Herz

„Willkommenskultur pflegen, Zuwanderung menschenwürdig gestalten“

Wohlfahrtsverbände sowie Kreisjugendring, Münchner Trichter und Regsam sind sich einig:
In einer prosperierenden Stadt wie München, in der Zuwanderung zum Alltag gehört, muss eine Willkommenskultur gepflegt und Zuwanderung menschenwürdig gestaltet werden.

Das heute vorgelegte „Plädoyer für eine Weltstadt mit Herz“ geht auf Menschen ein, die aus EU-Ländern zuwandern sowie auf Flüchtlinge, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen mussten und existentielle Hoffnungen mit einer Stadt wie München verbinden.
Die Willkommenskultur zielt mit Hilfe einer Strategie darauf ab, zugewanderten Menschen zu helfen, in demokratisch-rechtsstaatlichen Strukturen ein dauerhaft selbstbestimmtes Leben zu führen. Auf diese Weise wird das friedliche Miteinander unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gefördert.

„Wir stehen dafür, über realistische und unrealistische Perspektiven zu informieren. Wir lehnen in der politischen Diskussion aber Begriffe wie ‚Verfestigungstendenzen‘oder ‚Anreizeffekte‘ wegen ihres abwertenden Untertons ab. Es geht nicht um die Unterscheidung von Menschen danach, ob sie gern oder weniger gern gesehen sind, sondern um die Förderung des Zusammenlebens von Menschen. Im Vordergrund steht die Zuwendung zu den Menschen, die Hilfe brauchen, um sich in unserer Stadtgesellschaft zurechtzufinden.“

Das Plädoyer benennt zu den Aspekten „Zuwanderung gestalten“, „Flüchtlinge aufnehmen“ und „Kinder und Jugendliche fördern“ wichtige Maßnahmen der Willkommensstrategie.
Im Rahmen dessen wird beispielsweise deutlich gemacht, dass menschenwürdige Notunterkünfte für den Kälteschutz in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen und unabhängig von einer Nullgradgrenze geöffnet sein müssen. Außerdem braucht es in Stadtteilen mit Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge Anlaufstellen und personelle Ressourcen für die Unterstützung von engagierten Ehrenamtlichen.
Wichtig ist hierbei, dass vorhandene Einrichtungen, wie auch die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger informiert und eingebunden werden müssen, um gemeinsam die Ziele der Willkommenskultur umzusetzen.
Betont wird zudem, dass Zuwanderer über vielfältige Ressourcen verfügen, die zum Gelingen eines ‚Miteinanders‘ von Menschen verschiedenster Herkunft beitragen. Daher sollen Projekte und Initiativen, die die Entwicklung dieser Potenziale fördern, Unterstützung erfahren.
Überdies wird darauf hingewiesen, dass die Landeshauptstadt München geeignete Maßnahmen ergreift, um Jugendlichen aus Jugendhilfeeinrichtungen Zugang zu Wohnraum zu eröffnen.

Es wird jedoch unterstrichen, dass eine Willkommensstrategie nur erfolgreich sein wird, wenn Politik, Verwaltung und Wirtschaft, Wohlfahrtsverbände und freie Träger, Medien und Bevölkerung zusammenwirken. Daher gilt es ein Klima der Willkommenskultur zu pflegen und erforderliche Maßnahmen partizipativ und transparent mit allen Beteiligten und der Bevölkerung zu erörtern und zu kommunizieren.

Download Text

Zurück