Start des neuen ESF-Bundesprogramms „Plan B“

Neues Kooperationsprojekt der Arge Freie

„Auch wer lange arbeitslos ist, will an der Gesellschaft teilhaben - das ist aber nur durch sozialversicherungspflichtige Arbeit uneingeschränkt möglich. Diese Menschen brauchen eine sichere Perspektive. Sie dürfen nicht von einer Maßnahme zur nächsten geschickt werden“, betont Norbert J. Huber, Sprecher der Arge Freie, Vorsitzender des Bündnisses „München sozial" und Geschäftsführer der Caritas-Zentren München Stadt-Land.

Leider haben es Langzeitarbeitslose in München auch in guten konjunkturellen Zeiten schwer. Kommen dann auch noch soziale und persönliche Probleme hinzu, haben leider viele unter ihnen auf absehbare Zeit keine echte Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt. Doch gerade diesen Personen will das neue Projekt helfen: „Es bietet Menschen, denen häufig durch Krankheit und widrige Umstände der Anschuss zum Arbeitsmarkt verloren gegangen ist, gute Möglichkeiten zum Wiedereinstieg“, so Huber.

Das Programm richtet sich an Menschen über 35 Jahre, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind und über keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen. In München erfüllen rund 2.700 SGB II-Leistungsbezieher die Voraussetzungen, um an dem Programm teilzunehmen. Das neue Projekt hat für die Arbeitgeber neben Lohnkostenzuschüsse auch Betriebsakquisiteure vorgesehen, die beratend und unterstützend tätig sind.

Nun will die Arge Freie mit ihren sozialen Betrieben und Diensten den Langzeitarbeitslosen helfen und stellt sich als potenzieller Arbeitgeber zur Verfügung. Die Wohlfahrtsverbände beschäftigen in ihren 1200 Diensten rund 12600 Menschen.

Auch die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer kooperieren dahingehend sehr eng mit dem Jobcenter.

Die Arge Freie begrüßt das neue ESF-Bundesprogramm und freut sich, dass das Jobcenter zusätzliche Fördermittel für Langzeitarbeitslose nach München holen konnte. Für Norbert J. Huber, den Sprecher der Arge Freie, ist das neue Projekt „Plan B“ „ein wesentlicher Schritt nach vorne“: „Wir müssen in München alles tun, um Menschen einen Weg zurück in Beschäftigung zu bauen. Das ESF-Bundesprogramm ist deshalb auch für München wichtig und sollte von der Stadt durch kommunale Mittel gefördert werden“.

Nähere Informationen zum ESF-Programm und der dazu veranstalteten Pressekonferenz finden Sie hier.

Zurück