Tag des Ehrenamts am 05.12.2022

Ehrenamtliche helfen

Ehrenamt als tragende Säule der Gesellschaft

Den heutigen Tag des Ehrenamts nehmen wir, die freien Wohlfahrtsverbände, zum Anlass, aufzuzeigen, welchen wichtigen Beitrag ehrenamtliche Helferinnen und Helfer leisten. Ohne den engagierten Einsatz von Ehrenamtlichen kämen viele soziale Projekte überhaupt nicht zustande bzw. müssten eingestellt werden.

Julia Sterzer, Geschäftsführerin der AWO München Stadt und Sprecherin der ARGE Freie München betont: „Ehrenamtliche bringen Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Kulturen zusammen und stärken dadurch den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Auch gerade in Zeiten von Corona, Krieg und Flucht sind Ehrenamtliche eine unschätzbare Stütze.“

Wichtig ist, dass Ehrenamtliche Unterstützung von Hauptberuflichen erhalten, die diese Begleitung im Rahmen ihrer Arbeitszeit erbringen können. Erst dadurch kann das Ehrenamt seine volle Wirkung entfalten.

Hier ein paar Beispiele für ehrenamtliches Engagement in den verschiedensten Bereichen:

Engagement im Quartier: Miteinander leben in Moosach
Tag des ehrenamtsDort helfen, wo die Menschen leben: Das ist das Grundprinzip der Initiative der Diakonie „Miteinander leben in Moosach“. Ziel der Initiative ist vor allem, Geflüchtete aus den umliegenden Gemeinschaftsunterkünften beim Übergang in ein eigenständiges Leben unterstützen und ihre Integration im Stadtviertel zu fördern. Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich beispielsweise in Deutschkursen, der Kinderbetreuung, Kochworkshops, Nähworkshops oder Diskussionsrunden für Menschen mit Fluchtgeschichte. Seit Juni 2022 hat die Initiative nun auch eigene Räumlichkeiten im Untergeschoss der Heilig-Geist-Kirche, mit denen noch mehr Begegnung möglich wird. Die Angebote im neuen Migrationszentrum richten sich nicht nur an die Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkünfte, sondern stehen auch anderen Menschen mit Migrationsgeschichte offen.

Junge Ehrenamtliche bilden Schulsanitäter*innen aus
Ehrenamtliche Mitglieder des Münchner Jugendrotkreuzes bilden in umfangreichen Kursen Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen zu Schulsanitäter*innen aus. Allein im Schuljahr 2021/22 durchliefen 120 Schülerinnen und Schüler die Ausbildung als Schulsanitäter mit Erfolg. Die Ausbildner*innen sind ehrenamtlich beim Jugendrotkreuz engagiert. Acht Ausbildungskräfte sowie zehn organisatorische Ansprechpartner*innen des Jugendrotkreuzes kümmern sich ehrenamtlich um jeweils zwei bis drei Münchner Schulen. Dem Team liegt viel daran, Kinder und Jugendliche frühzeitig in die Erste Hilfe einzuführen.

Mitwirkung im Katastrophenschutz
Die Aufgaben bei den Bereitschaften des Münchner Roten Kreuzes sind vielfältig – auch die Mitwirkung im Katastrophenschutz gehört dazu. Wie beispielsweise der Einsatz im Zuge der Hochwasserkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Zu Spitzenzeiten waren in der Region bis zu 1.800 Helfer*innen des Bayerischen Roten Kreuzes im Einsatz, die insgesamt 130.000 Einsatzstunden leisteten. 

Neben der Soforthilfe unterstützte das Bayerische Rote Kreuz unter anderem in der Sicherstellung der Verpflegung von Helfer*innen und Anwohner*innen vor Ort. Im Verpflegungszentrum bereiteten Ehrenamtliche täglich 10.000 warme Mahlzeiten sowie 10.000 Lunchpakete zu. Auch der örtliche Rettungsdienst wurde durch Ehrenamtliche aufrechterhalten. Das Münchner Rote Kreuz bietet seinen ehrenamtlichen Helfer*innen eine entsprechende kostenlose Ausbildung, damit sie für Aufgaben im Katastrophenschutz optimal vorbereitet sind.

Entgegen der Lebensmittelverschwendung im TauschGut Projekt der Caritas
Laut der WWF Studie „Das große Wegschmeißen“ landen in Deutschland über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln pro Jahr in der Tonne. Mit einem niederschwelligen Angebot will das TauschGut Projekt ein Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln sowie für deren Lebensdauer und Wiederverwendbarkeit schaffen. Darüber hinaus werden Vorbehalte gegenüber dem Annehmen kostenloser Lebensmittel abgebaut und den Zugang zu Gütern des täglichen Lebens auf Augenhöhe gefördert.

Entgegen der Lebensmittelverschwendung retten engagierte Freiwillige aussortierte, aber noch genießbare Lebensmittel bei mehreren Supermärkten oder Bäckereien und befüllen anschließend offen zugängliche Kühlschränke in ganz München. Andere Engagierte wiederum halten die Kühlschränke regelmäßig sauber und sortieren die ungenießbaren Lebensmittel aus. Alle können sich daraus bedienen oder stellen übrig gebliebene Lebensmittel rein, um sie mit der Nachbarschaft zu teilen.

Loseverkaufen und beim IsarInselFest mithelfen
Ehrenamtliches Engagement kann auch ein ganz anderes Gesicht zeigen, niederschwellig und nicht so nah am Menschen, aber trotzdem für den Menschen.

Auf der jährlich dreimal stattfindenden Auer Dult ist die AWO München-Stadt mit einem Los-Stand vertreten. Der Erlös kommt ausschließlich sozialen Projekten zugute. Der bei Groß und Klein beliebte Stand ist ausschließlich mit freiwilligen Helfer*innen besetzt. Die Ehrenamtlichen schätzen das Treiben auf der Auer Dult und die vielfältigen Erlebnisse und Gespräche, die sich beim Losverkaufen ergeben. Vorteilhaft ist auch, dass es hier kein besonderes Können braucht, außer Freundlichkeit und ein bisschen Kenntnis im Umgang mit Geld. Die Hemmschwelle mitzumachen ist sehr gering und da die Losbude immer im Zweierteam besetzt ist, ist auch für ein nettes Miteinander gesorgt.

Auch beim IsarInselFest sorgen zahlreiche Ehrenamtliche dafür, dass dieses dreitägige Bürgerfest so bunt und vielseitig stattfinden kann. Ob Bierausschank, Essensversorgung für die Mitwirkenden, Standbetreuung, Kinderprogramm, Bühnenprogramm oder einfach Ordnerdienste, ein großer Teil dieser notwendigen Arbeit wird von Ehrenamtlichen getragen, die sich mit viel Herz dabei engagieren. Das macht auch das besondere Flair dieses Straßenfestes aus.

 

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Kontakt

Arge Freie München
Federführung: AWO München-Stadt

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